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  • AutorenbildJojo Weiß

Angst vor der MRT Untersuchung - Wie Hypnose helfen kann, bei Angst und Panik vor der Enge im MRT.



Fallbeispiel: Die Angst im MRT eingesperrt zu sein und nicht rauszukommen. Wie Hypnose bei Ängsten und Panik in der Röhre helfen kann.


Ella (Name geändert), Mitte dreißig, litt seit Monaten unter wiederkehrendem Kopfschmerz und Schwindel. Für beides gab es bisher keine ärztliche Erklärung. Bereits zweimal hatte sie eine MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomographie) nicht wahrgenommen.


Allein die Vorstellung vor einer solchen Prozedur verursachte ihr eine ganze Palette an körperlichen und psychischen Symptomen. Ella verspürte einen starken Widerstand gegen alles, was sie in irgendeiner Form einengte.


Sie bezeichnete sich selbst als Gesundheitsfanatikerin mit Hang zur Klaustrophobie und Höhenangst (O-Ton Ella). Aus Überzeugung wollre sie keine Medikamente wie Beruhigungsmittel und Benzodiazepine nehmen. Ihr behandelnder Arzt hatte ihr zur Erleichterung für die Untersuchung in der Röhre entsprechende Präparate angeboten, welche sie abgelehnt hatte.


Natürliche Alternativen, wie Johanniskraut und Baldrian, hatten keinerlei Wirkung gezeigt.

Im krassen Gegensatz zu ihrer Einstellung, was den Umgang mit Medikamenten betraf, stand ihr äußerliches Erscheinungsbild. Als sie an diesem Sommernachmittag zum ersten Mal im knappen, sportlichen Outfit in die Praxis kam, war unschwer zu erkennen, dass es kaum eine Stelle an ihrem Körper gab, die nicht tätowiert oder gepierct war.


„Das ist für mich was komplett anderes“, erklärte sie mir, als wir uns über die Tattoos und Piercings unterhielten und ihre Augen funkelten angriffslustig dabei. „Ich kann es mir aussuchen und selbst darüber bestimmen, ob ich diese Art der Körperschmucks tragen will oder nicht“, führte sie weiter aus.


Freiheit war extrem wichtig für Ella, sie hasste jede Art von Bevormundung und Zwang, konnte sich andererseits jedoch gut auf den Gedanken einlassen mit Hypnose zu arbeiten.

Während sie mir den Hintergrund für einige der Motive auf ihren Armen erklärte, erwähnte sie, dass ihr Hypnose bei der Schmerzkontrolle während der langen Tätowier-Sessions geholfen hatte.


„Ich kriege die Krise, wenn ich nur daran denke in diese blöde Röhre reinzumüssen, dann bekomme ich Platzangst. Es ist laut da drin und ich kann nicht weg. Ich mochte es noch nie eingesperrt zu sein, das hatte ich als Kind und als Jugendliche oft genug“, redete sich Ella in Rage.


In der Biografiearbeit stellte sich heraus, dass sie seit ihrer frühen Kindheit gegen die Strenge ihrer alleinerziehenden Mutter rebelliert hatte. Während ihre ältere Schwester sich für den eher angepassten Weg entschieden hatte, war Ella eine Frau, die ihr Heil häufig im Angriff und im Konflikt suchte.


Dies hatte zu häufigen Hausarresten und zu anderen Formen der Bestrafung und Maßregelung geführt. Als Resultat empfand Ella eine tiefe Abneigung gegen Autoritäten und jede Art der Bevormundung.


Der Grund, weshalb sie sich für mich als Behandler entschieden hatte, waren meine Aussagen, dass Hypnose nichts ist, was ich mit jemandem mache, sondern Teamwork und ich ihr nicht ein vorgefertigtes Schema-F überstülpen wollte. Zusätzlich hatte sie die Vielzahl meiner Klientenrezensionen überzeugt.


Ella arbeitete als selbstständige Fitnesstrainerin, die sich auf Outdoor-Training mit ihren Klienten und Klientinnen spezialisiert hatte.


„Viele geschlossene Räume nehmen mir die Luft zum Atmen, ich bin am liebsten draußen unterwegs, mit meiner Hündin oder beim Sport. Mein Freund kennt das und er akzeptiert auch meine Entscheidung innerhalb unserer Beziehung getrennten Wohnungen zu leben“, sagte Ella, während sie auf das Flipchart mit ihrer eingezeichneten Lebenslinie blickte.


Dort stand ich und wollte gerne von ihr wissen: „Wie fühlst du dich in diesen Räumen hier?“


„Eigentlich ganz gut, auch wenn es mir nicht leichtfällt, über all diese Dinge mit einem Fremden zu sprechen“, antwortete sie.


„Vielen Dank für dein Vertrauen. Magst du mir sagen, was du dir von unserer Zusammenarbeit wünscht, ist das noch so, wie du es im Anmeldebogen formuliert hast?“, fragte ich weiter.


Sie erwiderte: “Ja schon, am meisten wünsche ich mir, dass diese elenden Kopfschmerzen aufhören und ich wieder schwindelfrei trainieren und arbeiten kann. Ich möchte diese krasse Angst vor der MRT Untersuchung loswerden und entspannt, souverän und selbstbewusst das Ding durchziehen.“


„Ist es für dich o.k. wenn wir eine Runde rausgehen und uns bei einem Spaziergang durch den Park unterhalten? Vielleicht biete ich dir dabei auch die ein oder andere Übung an“, stellte ich fragend in Aussicht.


„Sehr gerne können wir rausgehen“, kam ihre knappe Antwort.


Ich erhoffte mir draußen in Ellas Lieblingsumgebung Impulse und Erfahrungen zu sammeln, die wir für die Arbeit in der Praxis und später im MRT nutzen konnten. Um meine Praxis herum liegen mehrere Parks und Spielplätze, die zu Outdoor-Aktivitäten einladen.


Im Laufe unseres Spaziergangs hatte ich den Eindruck, als ob Ella zugänglicher wurde und etwas mehr Sanftheit und Offenheit zulassen konnte.


„Wann hast du zuerst bemerkt, dass ein MRT für dich eine starke Belastung darstellt“, fragte ich, während wir an einem Tennisplatz vorbeiliefen.


„Bei der Besprechung mit dem Arzt wurde es heftig“, erwiderte sie und fuhr nach einigen Schritten fort: „Das war ein total arroganter Weißkittel, der sich überhaupt nicht für mich interessierte und mir noch einen Spruch reindrückte wegen meinen Piercings.“


Aus dem Augenwinkel heraus sah ich eine große Rutsche auf einem neu errichteten Spielplatz. Die Rutsche war in Form eines grünen Tunnels gebaut, durch den man hindurchrutschte, um nach unten zu gelangen. Das war der Impuls, nach dem ich gesucht hatte - aber noch war es zu früh.


„Ella, darf ich dir eine sehr persönliche Frage stellen“, wollte ich wissen, als wir auf der Brücke des Ententeichs anhielten.

„Kommt auf die Frage an“, antwortete Ella schelmisch und zum ersten Mal huschte der Hauch eines Lächelns über ihr Gesicht.


„Kann es sein, dass leben für dich öfter mal kämpfen bedeutet“, fragte ich und signalisierte ganz viel Offenheit mit meinem Blick.


Das Fenster in Ellas Augen ging weit auf, als sie mit einer Verletzlichkeit antwortete, die mich wirklich berührte: „Ja, Jojo, so ist es. Ich bin es immer öfter selbst leid, weiß aber nicht, wie ich es ändern kann.“


„Hey, willkommen im Club. ich danke dir für deine Ehrlichkeit. Wollen wir daran arbeiten?“, bot ich ihr an.


„Puh, das scheint ja was Größeres zu werden. Lass uns weitergehen, sonst fange ich hier noch mitten in der Botanik an zu heulen“, erwiderte Ella, und wir gingen los.

Als wir eine ganze Weile still nebeneinander gelaufen waren, bot ich an, uns auf eine Bank zu setzen. Ella nickte.


„Magst du mir von ein zwei Situationen in deinem Leben erzählen, in denen du dich vollkommen wohl und geborgen gefühlt hast?“, fragte ich sie, als wir auf der braunen Parkbank saßen, während die Sonne durch die Äste einer Erle schien, deren Stamm aus dem Wasser des Teichs ragte.


Intuitiv schloss Ella ihre Augen und erzählte vom letzten Wochenende auf dem Reiterhof.

„Wenn ich bei den Pferden bin, vergesse ich die Welt um mich herum. Sie sind ehrlich, stark und sanft zugleich, dort fühle ich mich schon lange am wohlsten“, erzählte sie, und ihre geschlossenen Augenlider begannen zu flattern, wie es bei der Trancearbeit häufig der Fall ist.


Ich fragte sie nach allerlei Details, und sie nahm mich bereitwillig mit in ihre Innenwelt mit den Pferden. Sie erzählte mir von dem Gefühl der Freiheit, welches sie dort empfand, vom Geruch, den sie liebte, von Hufeisen, dem Tierarzt, von all den Geräuschen im Stall, von der körperlichen Arbeit, die ihr guttat, und natürlich von den Ausritten, bei denen sie ein unbeschreibliches Glücksgefühl empfinden konnte.


Sie kümmerte sich nicht darum, dass Spaziergänger an uns vorbeigingen und wie die Enten aus dem Teich gekommen waren, um auf der Wiese zu grasen. Sie ließ sich auch nicht stören, von den Geräuschen der Baumfällarbeiten, die vom anderen Ende des Parks zu uns herüberkamen. Ella war jetzt vollkommen absorbiert in ihrer Innenwelt und sie fühlte sich wohl.


Diese Art des Erlebens wollte ich ihr für die Zeit in der Enge des MRT nutzbar machen. Wir verankerten ihr inneres Wohlbefinden sowohl mit Körperankern als auch mit Symbolen und Farben.


Nach knapp zwanzig Minuten, in denen sie sich eine gemütliche Sitzposition auf der Bank gesucht hatte, leitete ich die hypnotische Trance aus, und sie lächelte mich an.


„Wow, das war intensiv“, sagte sie und setzte sich aufrecht hin.

Als posthypnotische Suggestion hatte ich ihr angeboten, dass sie dieses angenehme Erleben unabhängig vom Ort und der Körperposition bei Bedarf jederzeit selbst aktivieren könne.

Sie nannte es ihre Weiße-Blessy-Sonne.


Auf dem Weg in die Praxis stellten wir fest, wie reichhaltig und spontan unsere erste Session verlaufen war. Die Folgesitzung teilte ich auf zwei Teile. Im ersten Abschnitt betrachteten wir ihre elterlichen Prägungen. Ella konnte erkennen, wie sehr ihre Mutter überfordert war, mit der Situation als Alleinerziehende und dass ihre mütterliche Strenge der Versuch war, ihren Töchtern eine Führung anzubieten in Zeiten, die teilweise chaotisch waren.


Ellas Vater hatte die Familie verlassen, noch in der Phase, in der ihre Mutter mit ihr schwanger war.


Während andere Frauen mit solch einer Vater-Tochter-Konstellation häufig eine Vaterfigur bei anderen Männern suchen, fiel es Ella eher schwer, überhaupt die Nähe von Männern zu suchen und Vertrauen aufzubauen.


Auch hier hatte sie sich ganz bewusst für einen Mann als Behandler entschieden, um dieser Tendenz entgegenzuwirken.


Im zweiten Teil der Sitzung gingen wir zurück in den Park, wo auf dem Spielplatz neben dem Tennisgelände die Rutsche mit dem grünen Tunnel auf uns wartete. Nach meinem Empfinden war unser Rapport mittlerweile sehr stabil, und ich wollte etwas wagen.


Also fragte ich: „Wie wär’s mit einer Runde Rutschen, Ella?“

„Du meinst ich soll durch diesen grünen Tunnel rutschen?“, fragte sie und legte den Kopf leicht schief, als wir auf dem Spielplatz neben dem Tennisgelände ankamen.


„Natürlich nur wenn du willst, it's your choice“, antwortete ich erwartungsvoll und bot an: „Wir drehen vorher eine Runde Weiße-Blessy-Sonne und ab geht’s!“


„Gib mir ein paar Minuten Bedenkzeit bitte. Ich will kurz für mich sein“, sagte Ella und ging zu der kleinen Brücke, während ich mich auf unsere Bank setzte und wartete.


Nach wenigen Minuten kam sie auf mich zu und meinte: „Ja, lass uns das machen.“


Wir gingen zur Rutsche, wo ich sie anleitete, ihre Augen zu schließen, ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen, ihren Körperanker zu aktivieren und nach Weiße-Blessy-Sonne zu gehen. Zügig ging sie in Trance, und wir spielten das Rutschen durch den grünen Tunnel mehrere Male durch.

Als wir die Trance ausgeleitet hatten, sagte sie: „Du zuerst.“


Ich musste lächeln und stieg die Stufen der Rutsche hoch, um runterzurutschen.

Unten angekommen setzte es mich auf den Hosenboden, worauf wir beide lachten. Ich stand auf, klopfte mir den Sand ab und sah zu, wie sie die Leiterstufen hochstieg und entschlossen durch die grüne Röhre rutschte.


„Das war leichter als gedacht“, sagte sie gutgelaunt, als sie unten angekommen war. Im Gegensatz zu mir war sie viel langsamer gerutscht, da sie eine kurze Hose trug und die Haut ihrer Beine die Geschwindigkeit auf dem Weg nach unten gebremst hatte.


„Klasse, wenn dir das leichter fiel als du dachtest“, erwiderte ich. „Könntest du dir vorstellen, mit deinem Oberkörper in der Röhre zu liegen, während deine Unterkörper rausguckt und du mit abgewinkelten Beinen auf dem Boden stehst?“, fragte ich nach.


„Das war ja gerade eh schon einen Moment lang so“, antwortete Ella.


„Sehr gut, dann lass uns das probieren. Du kannst nochmal rutschen und dann in der vorgeschlagenen Position unten verharren. Ich werde dann mit dir reden und dir ein paar Angebote machen, o.k.?“, schlug ich vor.


Ella ging zur Leiter. Ich sagte ruhig: „Weiße-Blessy-Sonne.“ und sie wiederholte es, stieg die Stufen hoch und rutschte. Unten angekommen stellte sie ihre Füße auf den Boden und blieb mit dem Oberkörper in der grünen Röhre.


„Wie geht es dir?“, wollte ich wissen.

„Gut“, sagte sie. „Das ist wirklich kein Problem, ich kann dich ja sogar sehen.“


„O.k. wenn das für dich in Ordnung ist, würde ich dich bitten, deine Augen zu schließen und mit deinem Anker nach innen zu gehen. Ich werde dann auf die Wand des Tunnels trommeln. Im MRT gibt es ja auch alle möglichen Geräusche. Du kannst jederzeit Stop rufen und den Prozess unterbrechen, o.k.?“, fragte ich und wartete ab.


„So machen wir's“, kam die Antwort.

Ich wiederholte mit ruhiger Stimme ein paar Sätze aus der vorangegangenen Trancearbeit und begann erst sachte und dann stärker mit den Händen auf die Kunststoffhülle des Tunnels zu trommeln.


Nachdem nach einer geraumen Weile von Ellas Seite keinerlei Reaktion gekommen war, hörte ich auf und wartete ab.

Ella lag völlig ruhig da, und ich fragte sie: „Ella, wie geht es dir?“


Mit etwas Verzögerung kam die Antwort: „Gut, das Trommeln hatte etwas Beruhigendes, es war viel entspannter als ich dachte, fast schon angenehm.“


„Sehr gut, dann nimm doch ein paar schöne tiefe Atemzüge, und wenn du soweit bist, helfe ich dir aufzustehen.“ Ich bot ihr meine Hand an und half ihr aufzustehen und ihren Kreislauf zu aktivieren.


"Ich weiß jetzt was mir hilft" rief Ella plötzlich, als hätte sie eine Eingebung und ich war gespannt, was es sein würde.


"Ich muss diese MRT-Untersuchung nicht machen lassen, ich mache es freiwillig! Ja, weil ich wissen möchte, was in meinem Kopf los ist. Keiner kann mich zwingen!" , redete sie weiter.


Zurückgekommen in der Praxis, besprachen wir das weitere Vorgehen. Ich bot ihr an, mit in die Klinik zum MRT-Termin zu kommen, und während der Zeit, in der sie in der Röhre lag, anwesend zu sein, um ihr zusätzliche Sicherheit zu geben.


Diesen Vorschlag nahm sie dankend an, und so kam es, dass wir uns 10 Tage später am frühen Vormittag auf dem Parkplatz eines Krankenhauses trafen, um in ihrem Auto eine weitere Trancesequenz abzuhalten. Danach stellten wir uns beide in der Anmeldung vor, und ich wurde als Begleitperson registriert.


Ella musste ihre gesamten Piercings abnehmen, und als sie schon auf der Liege lag, die gleich in die Röhre fahren würde, intensivierten wir noch einmal mit Weiße-Blessy-Sonne ihre Kombination von Ankern. Für den Notfall hatte ihr die Krankenschwester einen Schalter in die Hand gegeben, mit dem sie jederzeit ein Stoppsignal geben konnte.


Nach ca. fünfundzwanzig Minuten war die MRT-Untersuchung vorbei, und die Dame vom Bedienungspersonal kam, um die Liege, auf der Ella lag, aus der Apparatur herauszufahren.


Als Ella mich anblickte, sah sie schläfrig aus, streckte ihre Arme aus und erhob sich langsam, um ihre Sachen anzuziehen.


„Ich bin mir nicht sicher, ob ich kurz eingeschlafen bin, obwohl es da drin ganz schön laut war“, sagte sie.

„Erst dachte ich noch, hoffentlich kommt keine Panik auf, aber dann war es schön, bei den Pferden, und auf einmal war ich weg, echt krass, das hätte ich nie gedacht."


"Jetzt aber raus hier, ich habe Hunger, denn ich habe noch nicht gefrühstückt“, hörte ich sie sagen. Wir erledigten noch kurz die Formalitäten an der Rezeption und im Anschluss brachte ich sie zu ihrem Wagen.


"Ella, halte mich bitte auf jeden Fall über die Untersuchungsergebnisse auf dem Laufenden, du weißt, dass du dich immer bei mir melden kannst. Wenn ich nicht ans Telefon gehe, melde ich mich umgehend zurück", leitete ich unseren Abschied ein.


„Na klar mache ich das. Ganz herzlichen Dank, dass du mich hierhin begleitet hast und überhaupt für alles“, sagte Ella und nahm mich in den Arm.


Ich dankte ihr ebenfalls für ihr Vertrauen und unsere gute Zusammenarbeit und versicherte ihr noch einmal: „Du kannst dich wirklich jederzeit bei mir melden, falls du Fragen hast oder ein Feedback geben möchtest.“


„Das mache ich ganz bestimmt“, sagte sie und stieg in ihr Auto.



Hier findest du zusätzliche Tipps bei Angst im MRT auf einen Blick:

  • Informiere dich aus verschiedenen Quellen und sprich mit Menschen, die bereits eine erfolgreiche Erfahrung im MRT gemacht haben.

  • Erlerne eine Entspannungstechnik (z.B., Autogenes Training, Meditation, PMR, Selbsthypnose).

  • Sprich deine Ängste vor dem MRT offen an. Du darfst Fragen stellen, so viel du willst, um dein Wohlgefühl zu stärken.

  • Du kannst eine vertraute Begleitperson zur Untersuchung mitbringen.

Fazit: In Ellas Fall gab es keinen konkreten Auslöser für ihre Angst vor der Enge und dem Eingesperrt-Sein im MRT. Ihr Bedürfnis nach Freiheit und Autonomie wurde über lange Zeit ihres Lebens übersehen. Der Schlüssel zur Lösung schien eher im Beziehungsaufbau und in ihrer Erkenntnis zu liegen, dass niemand sie zwingen konnte, eine Untersuchung im MRT vornehmen zu lassen.


Lösungsansätze im Alltag zu finden, dort wo das Leben stattfindet, hat sich im Laufe meiner Praxisarbeit häufig als wirksames Mittel herausgestellt. Ellas Vorliebe für Outdoor-Aktivitäten konnten wir in dieser Hinsicht optimal nutzen.

Mich freut es ganz besonders, wenn die Individualität eines Menschen im Behandlungsprozess so hilfreich zum Tragen kommen kann, wie in Ellas Fall.


Hypnose ist eines der ältesten Heilverfahren, die wir kennen. 2006 wurde sie vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) anerkannt. In der Regel kommen meine Praxisbesucher*innen zwischen drei und fünf Mal zur Behandlung, um eine Lösung für ihr Problem zu finden.


Im Vorfeld einer Hypnosetherapie bei Ängsten oder Zwängen solltest Du, wie bei anderen Anliegen auch, organische Ursachen für deine Beschwerden ausgeschlossen haben. Ellas Fall ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie kraftvoll Hypnose sein kann, um das Leben eines Menschen positiv zu verändern. Mehr über Jojo Weiß.


Herzliche Grüße,

Jojo Weiß

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